Es gibt keinen Energie-Verbrauchs-Bereich, mit dem sich ohne grosse Mehrkosten mehr Energie sparen laesst, wie beim Auto;

Richtiges Autofahren durch optimiertes Regeln des Gaspedals laesst bei 90% der Autofahrer 15-35% Energie sparen ohne gross bemerkbaren Zeitaufwand. Ob Sie gut oder schlecht Auto fahren, koennen Sie daran erkennen, ob und wie weit Ihre Verbrauchswerte ueber dem vom Hersteller angegebenen Normverbrauchliegen. Mit grossen, schweren Autos ist der Normzyklus leichter einzuhalten, mit aerodynamisch schlechten Fahrzeugen wird es schwieriger...
  • Mit schweren Autos ist der Normzyklus leichter einzuhalten...

  • mit aerodynamisch schlechten Fahrzeugen ist es schwieriger...

Sollten Sie deutlich mehr als der Normverbrauch Ihres Fahrzeuges verbrauchen, empfehlen wir Ihnen ein profesionelles Spritspartraining; diese Kosten zwar zwischen 250-450€, haben sich aber schon nach 1-1,5 Jahren wieder eingespart.

Ebenfalls sollten Sie bei der Anschaffung eines Fahrzeuges auf den Normverbrauch schauen:
Bei einem Neuwagen-Normverbrauch von mehr als 5l/100km Benzin, oder 4l/100km Diesel koennen Sie in der Regel vom Kauf gleich absehen. 


aktuelle Spritpreise Ihrer Umgebungstankstellen finden Sie jederzeit unter www.clever-tanken.de


Generell waeren sportliche Mild-Hybrid-Fahrzeuge mit kleinem Verbrennungs-Aggregat bis 75PS und Leistungsstarkem E-Antrieb mit 130-280PS die sparsamsten Fahrzeuge, noch besser als die reinen E-Fahrzeuge, die durch die schlechten fossilen Kraftwerke einen 2,6fachen Primaerenergieverbrauch nach EN 15316 gegenueber dem Endverbraucher angegebenen Werten haben. Ein Tesla mit 17kWh/100km kann also nicht mit 1,7l/100km Diesel verglichen werden, sondern mit 1,7l/100km * 2,6 = 4,4l/100km (+1,3l fuer Heizung/Klima). Und dann merkt man schnell, solange unsere erneuerbare Energie-Erzeugung bei 11% (el. Strom einschliesslich Mobilitaetsenergie) liegt, ist es min. noch ein halbes Jahrhundert, bis sich das reine E-Auto wirtschaftlich durchsetzten kann.
E-Fahrzeuge koennen sich erst fuer die Allgemeinheit wirtschaftlich durchsetzten, wenn auch die elektrische Speicherheizung Ihr Comeback erlebt...

Zukunfts-VelomobilConcept-Hybrid-Velomobil, 2sitzer

Nicht desto trotz waeren bestimmte Sparten mit reinen E-Fahrzeugen schon heute sehr wirtschaftlich aufgrund der Energierueckgewinnung (Rekuperation) beim Bremsen:
  • fuer Post- und Paketdieste
  • Haus-Pflegedienste
  • Pizzaservice
  • evt. auch Taxis
  • alle Fahrzeugdienste, die sehr viel Kurzstrecken mit vielen Beschleunigungs-Bremsvorgaengen bewaeltigen.

Renault hat diesen Trend rechtzeitig erkannt, deshalb haben sie auch die Kangaroo-Nutzfahrzeuge (die bei der Post sehr beliebt sind) als erstes elektrifiziert und damit die richtige Zielgruppe konkurenzlos getroffen. Ebenfalls wird der laecherlich erscheinende "Zwizzy" zum gefuehrchteten el. Postfahrrad-Konkurrenten. Sollte dies so bleiben, kann sich nur Renault am E-Fahrzeugmarkt durch hoehere Stueckzahlen und damit niedrigere Herstellungskosten den Markt sichern und die Konkurrenz in den Entwicklungskosten ausstechen.

Wie beschleunige ich Spritsparend (Volllastbereich)?


Das Beschleunigen ist ein Fall fuer den Volllastbereich; durch Beschleunigungsenergie wird Ihr Fahrzeug in einen anderen kinetischen Zustand versetzt, dabei ist die benoetigte Energiemenge immer dieselbe:

Ob Sie Ihr Fahrzeug in 3 Sekunden auf 100km/h beschleunigen, oder in 300 Sekunden, die Energiemenge und damit auch der Spritverbrauch IST IMMER DER GLEICHE, da koennen Sie NICHTS mit Ihrer Gaspedal-Durchdrueck-Psychologie veraendern, auch wenn Sie das meinen!!!

3s x 150kW = 300s x 1,5kW = 450kWs = 0,125kWh = ~0,125l Diesel

Dies ist die Physik und trifft auf jeden Elektro-Motor zu! Ein Elektro-Antrieb mit 250PS braucht deshalb im Norm-Verbrauch fast gleich viel Energie, wie ein 30PS E-Antrieb (deshalb sind Hybrid-Autos mit geringen elektrischen Leistungen voellig falsch ausgelegt, denn genau das ist die Staerke des E-Motors!)

Beim Verbrennungsmotor sieht das etwas anders aus, da der Wirkungsgrad im Gegensatz zum E-Motor deutlich mehr Drehzahl- und Ladedruckabhaengig ist;
Der Verbrennungsmotor hat seinen niedrigsten Verbrauch BEIM BESCHLEUNIGEN  dann, wenn er beim Durchdruecken des Gaspedals zu 75- 90% im besten Drehmoment-Bereich gefahren wird: Schalten Sie beim Beschleunigen also so, dass ihr Diesel sich im Bereich zwischen 1800-3500U/min dreht, der Benziner dagegen zwischen 2500-5000U/min.

Verbrauchsdiagramm_TSFIVerbrauch_TDI

Qualitative Darstellung: VW-Verbrauchskennfeld-14tsi-125kw und VW-Verbrauchskennfeld-103kW-TDI 

Beschleunigt ihr Fahrzeug dann für Sie zu schnell, sollten Sie

  • sich ein Fahrzeug mit weniger PS anschaffen!!!
  • lieber Hochschalten und damit die Drehzahl reduzieren. Dadurch koennen Sie den Durchdruck Ihres Gaspedals wieder erhoehen, was effektiv besser ist, als im Drehmomentguenstigen Drehzahlbereich mit minimal durchgedrücktem Gaspedal zu fahren!
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Langsames Beschleunigen braucht entgegen der allgemeinen Annahme MEHR SPRIT, da der Motor mit schlechten Wirkungsgradbereich gefahren wird. Das gilt aber NUR IM BESCHLEUNIGUNGSFALL!

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ABER ACHTUNG:  Beschleunigen Sie NIE Ihr Fahrzeug im KALTEN ZUSTAND im hohen Drehzahlbereich (ueber 3000U/min), sonst ist mit bleibenden Schäden am Motor/Turbolader zu rechnen, die weitaus teurer sind, als die Spriteinsparungen! Einen E-Motor koennen Sie auch im kalten Zustand bednkenlos „treten“ (eine weitere Stärke des E-Antriebs)
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Beispiel-Versuch mit Ford Grand C-Max 115PS TDI anhand MD eco-Messgeraetes:

Zu sehen ist, dass beim Versuch mit der Langsamen Beschleunigung das Diesel-Fahrzeug ca. 6-8% mehr Sprit gebraucht hat, obwohl der Diesel selbst seinen effizientesten Wirkungsgrad weitaus niedriger angesiedelt hat, als der Benziner.
Der Spareffekt waere bei einem Benziner also weitaus groesser!

Dieser Test wurde 4 mal mit aehnlichem Ergebniss durchgefuehrt.
Ebenfalls wurde der Versuch vergleichshalber auch mit einem Audi A6 TDI 177PS mit aehnlichem Ergebniss durchgefuehrt, wobei hier der Spareffekt sogar zwischen 14-20% betrug.

Das zugehoerige Verbrauchs-Diagramm sieht wie folgt aus:

Man sieht, der Bordcomputer hat zwar beim schnellen Beschleunigen ca. 15l/100km mehr angezeigt, aber nur die 1.Haelfte des Beschleunigungsvorgangs. Die andere Haelfte hat er deutlich weniger als beim langsamen Beschleunigen verbraucht. Der Spritverbrauch stellt dabei die Groesse der Flaeche unter der Bordcomputer-Verbrauchsanzeige...

WICHTIG bei Fahrzeugen mit Fahrmodus-Konfigurationen: Wenn Sie den Fahrstil "efficient" oder "eco" einstellen, wird der obere Ladedruck-Bereich des Verbrauchkennfeldes einfach nur weggenommen; in dem oben gezeigten Verbrauchskennfeld bedeutet das, dass der Bereich ueber den 75% Gaspedal-Durchdruck wegskaliert wird: Wenn Sie Ihr Gaspedal also um 100% durchdruecken, sind sie genau dort, wo ihr Fahrzeug bei einer "dynamischen" Fahrzeugkonfiguration bei 75% waere. Das bedeutet, dass sie im "effizienten" oder "eco-Modus" ihr Pedal auch NICHT NUR um die 75% fuer ein spritsparendes Beschleunigen durchdruecken muessen, sondern UM VOLLE 100%, damit sie den besten Wirkungsgrad Ihres Verbrennungsmotors treffen. Dies haben entsprechende Vergleichs-Tests mit dem Audi A6 auch bestaetigt.

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Also, druecken Sie zum sparen immer herzhaft Gas beim Beschleunigen Ihres Fahrzeuges auf die gewollte Dauersollgeschwindigkeit, vor allem an Haengen!

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Welchen Gang waehle ich für das Halten einer konstanten Soll-Geschwindigkeit (Teillastbereich):

Waehlen Sie für das Beibehalten einer konstanten Soll-Geschwindigkeit nach abgeschlossenem Beschleunigungsvorgang moeglichst IMMER den hoechsten Gang und NICHT den Drehmoment-guenstigsten Drehzahlbereich, auch wenn sich der Motor gequaelt anhoert! Erst, wenn der Motor dann beim fast VOLLEM!!! Durchtreten des Gaspedals die Sollgeschwindigkeit nicht mehr schaffen oder das Fahrzeug zu stottern beginnt, sollten Sie zurueck schalten!
Das braucht deshalb am wenigsten Sprit, weil die Menge der Spriteinspritzung neben der Gaspedalstellung auch Drehzahlabhaengig ist. Sie brauchen im 5. Gang immer weniger Sprit mit voll durchgedruecktem Gaspedal, wie im 4. Gang bei 1/4 durchgedruecken Gaspedal, da die Motor-Reibung geringer ist, auch wenn man es psychologisch eher anders herum wahrnimmt.

frueh_Schalten

Beispiel-Versuch mit Ford Grand C-Max 115PS TDI anhand MD eco-Messgeraetes:

Zu sehen ist, dass das Diesel-Fahrzeug im 3. Gang fuer die gleiche Fahrstrecke mit selbiger Geschwindigkeit ca. ca. 8,5% mehr Sprit gebraucht hat!

Im Teillastbereich werden je nach Geschwindigkeit nur 3 - 20PS zur Ueberwindung des Luft-/ und Rollreibungs-Widerstandes benoetigt.
Ihr Motor bringt aber im Drehmoment-güstigsten Bereich deutlich mehr Leistung, die dann in Form von Reibungswärme wieder abgebaut werden muss (Kolbenreibung an der Zylinderwand) und somit unnötiger Energieverlust und Spritverbrauch sind.
Schalten Sie hoch, so reduziert sich die Motorleistung, und die Ueberschuessige Leistung wird nicht mehr in Form von Reibung vergeudet.

Geschwindigkeit-Leistungsbedarf

Da durchschnittlich 90% einer Fahrstrecke im Teillastbereich mit 3-20PS gefahren wird, waeren Verbrennungs-Motoren im Dauerlastbereich mit geringen Hoechstleistungen (ca.25-30PS) die sparsamsten Verbrennungsmotoren, da der Punkt des hoechste Drehmoments/Motorwirkungsgrades naeher zum Dauerleistungs-Bedarf hinrueckt.

Waehlen der Konstanten Soll-Geschwindigkeit :

Wie schnell sollte man seine dauerhafte Hoechstgeschwindigkeit waehlen?

Viele Autofahrer meinen, dass Sie 200km/h fahren koennten und dabei nur 2l/100km Sprit verbrauchen duerften, wenn es um das Zukunftsauto geht. Das ist ein Irrtum, denn selbst bei einem Wirkungsgrad von 100% ist das physikalisch bei einem Fahrzeug der Golfklassengroesse NICHT MACHBAR. Auch nicht bei einem Elektroantrieb.

Bei einem Auto mit einem Cwa-Wert von 0,71 (Frontflaeche=2,22m², cW-Wert 0,32) eines VW Golf's werden folgende Werte erreicht: 



Weniger ist aufgrund des Rollreibungs- und Luftwiderstandes physikalisch NICHT realisierbar, solange wir Luft und nicht Vakuum in der Atmosphaere haben! Also selbst bei einem Golf mit einem Motorwirkungsgrad von 100% wuerde man bei 200km/h immer 4l Diesel /100km oder 4,5l Benzin/100km brauchen. Da der Normverbrauch ein internationaler Vergleichswert ist und man nur in Deutschland schneller als 130km/h fahren darf, wird der Norm-Verbrauch auch nur durch Geschwindigkeiten unter 130km/h erzeugt.

Den kombinierten Normverbrauch eines Fahrzeuges erreicht man bei einer konstanten Geschwindigkeit von ca. 110 km/h-115km/h. Bei Vans, SUV oder Hybrid-Fahrzeugen liegt es etwas tiefer, bei flachen Sportwagen geringfuegig hoeher.
(Dies ist eine Faustregel! Der Normverbrauch kommt im Test NICHT durch konstantes Fahren zustande!)

Verdoppelt man die Geschwindigkeit, so verdreifacht sich der Verbrauch in etwa (dies ist ebenfalls eine realitaetsnahe Faustregel)

Das bedeutet, dasselbe Fahrzeug, das mit 4l/100km ueberland angegeben wird, braucht bei 220km/h ca. 12l/100km.
(Bei diesen Beispielen wird davon ausgegangen, dass die Fahrer NIE das Bremspedal betaetigen, also Geschwindigkeitsreduzierungen durch Motorbremse oder Leerlauf ausgeglichen wird, ansonsten steigt der Verbrauch!)

Siehe z.B
Spritverbrauch_Fahrweise
Da in Deutschland oftmals keinerlei Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Autobahnen vorgesehen sind, ist in Deutschland der Normverbrauch ein irrealer Wert, der nie erreicht werden kann, selbst mit der Spritsparensten Technik nicht, auch nicht durch Elektro-Autos, Hybrid-Vehicle, oder aehnliches. Deshalb brauchen die Autos in Deutschland auch deutlich mehr Sprit, als sonst auf der ganzen Welt...
  • Fahren Sie moeglichst niedrige Dauerhoechstgeschwindigkeiten, lediglich unter 70-80km/h obliegen dann andere physikalische Gesetzte, unter denen sich es nicht mehr lohnt, langsamer zu fahren.
  • Damit Ihre Fahrweise einigermaßen „wirtschaftlich“ ist, sollte Ihr Spritverbrauch multipliziert mit dem aktuellen Spritpreis moeglichst genau Ihrem Netto-Verdienst bei der Arbeit entsprechen:
Beispiel:

 Geschwindigkeit [km/h]

Verbrauch
[l/100km]

 Verbrauch
[l/h]

Verbrauch
[€/100km]
(bei 1,70€/l)

Zeitauf-
wand

/100km

[h]

Netto-stunden- lohn  [€/h]

Brutto-
stunden-
lohn
[€/h]

 83 3  2,49  5,10  1,21 5,10  9,10
 110  4  4,40  6,80 0,91  6,80  12,30
 138  5,3  7,31  9,01  0,73 9,01  16,20
 165 7,6
12,54  12,92  0,61 12,92  23,25
 220  12  26,4  20,40  0,45 20,40  36,75
Was heißt das?
Fahren Sie statt 220km/h nur 110km/h, so sparen Sie 13,60€ netto pro Stunde laengere Fahrzeit. Dies entspricht einem Stundenlohn von ca. 24,50€ brutto.

Sie sehen, die meisten Arbeitnehmer sollten rein wirtschaftlich gesehen nie schneller als zwischen 100-130km/h je nach Verdienst fahren, da die Fahrweise sonst im Verhaeltnis zum Verdienst unwirtschaftlich und somit unverhaeltnismaessig teuer wird.

Fahren Sie lieber 5 Minuten frueher zur Arbeit los, dann koennen Sie auch 10 Minuten frueher bei der Arbeit Schluss machen, um gleich viel Geld in der Tasche zu haben! SPAREN SIE AM RICHTIGEN FLECK und foerdern Sie damit gleichzeitig die Umwelt...
Damit Sie auf der Autobahn "nicht bloed" werden wegen der niedrigen Dauerhoechstgeschwindigkeit, sollten Sie sich ein Auto kaufen, in dem 100km/h schon sehr schnell empfunden wird!
ABER ACHTUNG!
In der Stadt sparsam fahren heisst bei freier Bahn mit Tacho-60km/h im hoechsten Gang. Zwischen 50 und 65km/h ist ein Auto in der Regel am sparsamsten. Die im Stammtisch oft erwaehnten 30km/h fuer die Stadt bringen keine Ersparnis, Laermreduzierung und Emissionsreduzierung, sondern „nur“ Fussgaengersicherheit, oft auch Staus, Laerm- und Emissionsbelaestigungen. Sie erhoehen ausserdem den Spritverbrauch bei den meisten Fahrzeugen, da 30km/h in einem niedrigeren Gang gefahren werden muessen (vgl. Bild!)

Fahren am Berg:

Fahren Sie am Berg ebenfalls immer im hoechsten Gang fuer das Halten einer Soll-Geschwindigkeit, AUSSER der Motor schafft es beim vollen Durchtreten des Gaspedals nicht mehr, die gewaehlte Sollgeschwindigkeit zu halten. Dann sollten Sie zurueck schalten!
Wollen Sie Ihr Fahrzeug dagegen am Hang Beschleunigen, sollten Sie unbedingt wie beim normalen Beschleunigen im Vollastbereich zurueckschalten, und bei einem durchdruecken des Gaspedals von 90% hoeher drehen lassen.

Entgegen der allgemeinen Annahme brauchen Berg-und Talfahrten (ohne Kurven oder andere Bremsvorgaenge) weniger Sprit, wie das Fahren auf ebener Strecke, da beim Bergfahren meist mit viel Gas zurueckgeschaltet werden muss, und der Verbrennungsmotor in einem optimaleren Wirkungsgradbereich am Hang laeuft, dafuer aber im Leerlauf den Berg herunter rollen kann und damit weniger Reibung erzeugt als beim Fahren auf Ebener Strecke.

Fahren im Abhang:

Spritsparend_schalten
Am Abhang Gang entkoppeln

Am Abhang ist das Gangentkoppeln und im Standgas rollen lassen die sparsamste Variante, es sei denn, Sie muessen unten bremsen wegen eines Tempolimits oder um eine Kurve zu kriegen.
Dann sollten Sie mit eingelegtem Gang rollen, um eine Schubabschaltung zu bewirken. Ihr Verbrauch ist dann Null, allerdings nimmt der Motor einen Teil der potentiellen Energie auf, und bremst Ihr Fahrzeug etwas ab.
An leichten Abhaengen in der Stadt, die fast schon wie Geraden erscheinen oder steilen Abhaengen auf der Autobahn/Landstrasse ist Gangentkoppeln die sparsamste Variante. Zwar bewirkt man dadurch keine Schubabschaltung, doch man bewirkt auch keine Motorbremse! Die Sollgeschwindigkeit kann meist gehalten werden. Bei einer Motorbremse reduziert sich diese, so dass durch kurze Gasschuebe die Sollgeschwindigkeit wieder erreicht werden muss. Diese kurzen Gasschuebe brauchen insgesamt mehr Sprit trotz laengerer Schubabschaltungszeiten, als wenn man entkoppelt im Standgas rollen laesst (da im Standgas insgesamt niedrigere Motordrehzahlen gehalten werden und damit weniger Reibungsenergie verloren geht)
Ueberhaupt bringt das Fahren im Standgas beim Einfahren in Ortschaften oder Abhaengen die meisten sinnvollen Spriteinsparungen. 0,5-1,5l/100km sind da locker drin!

Sonstige Sparmaßnahmen:

Fahren Sie moeglichst vorausschauend so, dass Sie die Bremse moeglichst selten betaetigen muessen! Jeder Bremsvorgang ist Energievernichtung und erhoeht den Spritverbrauch.

Bremsen Sie z.B. ihr Fahrzeug von 80km/h auf den Stand, so legen Sie den kompletten kinematische Energiezustand Ihres Fahrzeuges in Waerme auf die Bremsscheiben, den Sie anschliessend wieder fuer einen Beschleunigungsvorgang auf 80km/h benoetigen!

Es gilt also:

Sparen_mit_Navi
Ortschaften fruehzeitig mit Navi erkennen, um rechtzeitig "ausrollen" zu lassen

  • Abstand halten (mindestens 4facher Sicherheitsabstand) als Pufferung, falls der Vordermann unregelmaessig faehrt
  • Ortschilder rechtzeitig erkennen und vom Gas gehen
    (evt. mithilfe von Navis mit großen Displays! Sobald eine Ortschaft auf meinem Display auftaucht, nehme ich den Fuß vom Gas und entkopple, so dass ich meistens mit 50km/h am Ortschild ankomme)
  • Bei roten Ampeln moeglichst frueh vom Gas gehen, so dass Sie an die Ampel ohneBremsen heranrollen koennen und durch den Fahrwiderstand zum Stillstand kommen
  • Auf rote Ampeln, die absehbar gruen werden, lieber frueher bremsen. Dadurch sollten Sie gerade dann an der Ampel ankommen, wenn sie gruen schaltet, ohne dass Sie ihr Fahrzeug komplett zum Stillstand ausbremsen mussten
  • An Kreisverkehren viel Abstand zum Vordermann halten und den Verkehr genau beachten, damit Sie im richtigen Moment in eine Luecke reinschießen koennen, ohne Ihr Fahrzeug groß abbremsen zu muessen
  • Kurven im Rahmen der Spurenbreite moeglichst schneiden, statt unnoetig vorher abzubremsen
  • Sie haben keine Start-/Stopp Automatik? Das Abschalten lohnt sich an Ampeln bereits nach ca. 12 Sekunden. Also fast immer! Und wenn gruen wird, ist meist noch genug Zeit, den Zuendschluessel zu betaetigen, sowieso, wenn man nicht ganz vorne steht.
    Auch Dieser Tipp sollte nur mit warmen Motoren beherzigt werden, gerade bei Diesel-Antrieben im kalten Zustand sollten Sie so etwas NICHT tun (wegen des Vorgluehens)!
  • Eiskratzen sollten Sie ohne Warmlaufen lassen! Fahren Sie moeglichst gleich nach dem Anlassen los!
  • Schalten Sie die Klimaanlage moeglichst immer ab (wenn Sie diese nicht brauchen)! Diese braucht in der Regel ca. 0,2l/100km, auch wenn Sie im Winter die HEIZUNG dagegen arbeiten lassen!
Bei einem optimierten Elektro-Fahrzeug/Hybrid-Fahrzeug wird die Bremsenergie bei richtiger Fahrweise (ohne Vollbremsungen) zu 80% rekuperiert, hier muessen Sie also nicht so auf Ihr Bremsverhalten achten! Auch das Fahrzeuggewicht spielt durch die Energierueckgewinnung beim Bremsen keine so große Rolle im Spritsparen mehr, wie beim konventionellen Fahrzeug, da nur 20% der Bremsenergie in Waerme verloren gehen.
Und Schwere Fahrzeuge verbrauchen hauptsaechlich nur aufgrund eines groeßeren, kinetische Energieverlustes beim Abbremsen mehr Sprit. Wenn Sie allerdings so fahren, dass Sie nie Bremsen muessen, so ist der Spritverbrauch nahezu gleich zu einem leichten Fahrzeug mit selber Frontfläche, cW-Wert und Motor da der kinetische Energieverlust wegfaellt, und der Verbrauch nur auf Roll-/ und Luftwiederstand zurueck zu fuehren ist.

Wie sieht die Mobilitaet in Zukunft aus?

Klar ist, das die Mobilitaet von Uebermorgen die Elektro-Autos sind, die ausschließlich mit regenerativen Energien betrieben werden. Doch bis zu einer Stromerzeugung von 98% aus regenerativen Energien wie in Norwegen ist noch ein sehr weiter Weg und je nach Politik sehr viel Zeit;
Wir beziehen heute erst 23% unseres el. Stroms aus regenerativer Stromerzeugung. Erhoehen wir unseren Strombedarf, indem wir die fossile Mobilitaet auf elektrische umruesten, so verdoppelt sich unser jetziger Stromverbrauch in etwa und der regenerative Anteil reduziert sich damit auf die Haelfte, also gerade mal 12%.

Mindestens ebenso, wie das E-Auto unsere Zukunft ist, genauso ist es auch Zukunft, unseren kompletten Heizenergiebedarf ueber erneuerbare Energien abzudecken. Das bedeutet, das Elektroauto wird sich dann erst zeitlich wirtschaftlich  durchsetzten koennen, wenn unsere heut verpoenten, elektrischen Speicherheizungen ein Comeback erleben werden.

Elektro-AutomotorE-Radnabenmotor

Komisch nur, dass die meisten Menschen ein Elektro-Auto in näherer Zukunft prognostizieren, als das Comeback der elektrischen Heizungen, die gesetzlich teilweise auch noch verboten werden sollen, waehrend ein E-Auto gleichzeitig gefoerdert wird? Schliesslich sind die Speichermoeglichkeiten einer elektrischen Speicherheizgung vom Wirkungsgrad und von der Kapazitaet aehnliche wie die eines Akkus. Okay, eine elektrische Speicherheizung kann keinen el. Strom wieder zurueck ins Netz einspeisen und auch nur im Winter Energie zwischenpuffern. Aber wenn man bedenkt, dass Lithium-Akkus etwa 1000 Lade/- Entladevorgaenge halten, waeren diese nach 2-3 Jahren bereits kaputt, wenn der Energieversorger seine Energiespitzen staendig zwischenspeichern wuerde. Keine lukrativen Aussichten, und in jedem Fall sowohl vom Wirkungsgrad wie auch von der Herstellung und der Sondermuellentsorgung sehr viel teurer als der Ausbau von Wasserkraftwerken zu Pumpspeicherkraftwerken mit Speicherseen, wie in Norwegen der Fall.
Ebenfalls entsprechen Akkus in etwa den elektrischen Speicherheizungen in der zeitlichen Begrenztheit der Energie-Zwischenspeicherung, denn diese ist in der Regel die laenge der taeglichen Arbeitszeit. Dann braucht der normale Autofahrer den vollen Akku um ihn leer zu fahren. Meistens morgens vor der Arbeit, und Abends nach der Arbeit.

Ein Zeichen dafür, wie fern das Zukunftsauto noch wirklich liegt und wie stark sich unsere Meinung von staatlichen Foerderungen durch Lobbyisten, statt wirtschaftlicher und physikalischer Vernunft leiten laesst.

Doch wenn das reine E-Auto erst das Auto von uebermorgen sein wird, wie sieht dann die Mobilitaet von morgen aus?

Ein reines E-Auto hat einen Normverbrauch von ca. 15-19kWh/100km unabhaengig von seiner Leistung und nahezu unabhaengig von seinem Gewicht. Lediglich Luftwiderstand und Rollreibung spielen noch eine Rolle, da der Bremsverlust fast vollstaendig rekuperiert wird.
Das entsprechen dann je nach Fahrzeugform ca. 1,5-1,9l/100km Diesel (endenergetisch). Beim Einschalten einer Bord-Heizung erhoeht sich auch bei einem E-Auto der Verbrauch von im Schnitt 0,5l/100km, was eigentlich fast immer der Fall ist, wenn nicht gerade die Klimaanlage laeuft. Real sind also 2 - 2,4l / 100km, die mit einem konventionellen Verbrenner-Fahrzeug vergleichbar waeren. Primaerenergetisch waeren das bei den heutigen Primaerenergiefaktoren von 2,6 fuer fossile Kraftwerke in Deutschland ca. 5,2 – 6,3l/100km Spritverbrauch, wenn man es mit einem Verbrennungsaggregat wirtschaftlich, energetisch und oekologisch vergleichen moechte. Das ist zwar besser als der deutsche Durchschnitt vom Jahr 2010 mit 7,6l/100km, aber wird von modernen Neuwagen bei weitem unterboten!

Gute, handelsuebliche Diesel-Fahrzeuge schaffen heute bereits 3,7l/100km, gute Benziner 4,5l/100km (bei ca. 60-75PS). Wuerde man bei einem solch modernen Verbrenner-Antrieb einen Elektro-Motor hinzubauen (egal ob mit 45PS oder mit 280PS, der E-Motor verbraucht physikalisch immer gleich viel unabhaengig von seiner Leistung), so liessen sich die Verbrauchswerte um weitere 15-25% fuer Bremsenergierueckgewinnung reduzieren. Das machen dann Verbrauchswerte von ca 2,8l/100km fuer Hybrid-Diesel und 3,6l/100km fuer Hybrid-Benziner (wohlgemerkt Primaerenergetisch!). Das ist nicht mehr so weit vom Endenergie-Verbrauch (NICHT Primaerenergieverbrauch) eines E-Fahrzeuges mit 2,0 - 2,4l/100km entfernt.

Verbrauch-Elektroauto

Wichtig ist dabei lediglich eine korrekte, optimierte Auslegung der Hybrid-Antriebe:
  • Milde Verbrennungs-Aggregate mit 22-55kW fuer den Dauerbetrieb (Teillastbereich) mit langen Reichweiten im moeglichst guten Wirkungsgrad durch enormes Downsizen
  • Superstarke E-Motoren mit 100-400kW fuer die kurzzeitigen Beschleunigungsvorgaenge und rentable Rekuperationsvorgaenge beim Bremsen, die Fahrspass auf hoechstem Niveau bietet
  • kleinste el- Energiespeicher fuer volle Leistung zwischen 5-15 Sekunden, in denen sich fast alle Beschleunigungsvorgaenge abschliessen lassen (evt. sogar sinnvollerweise akkulose, kapazitive Energiespeicher), zur Gewichts- und Preisreduzierung. Denn grosse Akkus und elektrische Reichweiten machen das Hybrid-Auto keineswegs sparsamer, da ein Elektroantrieb dadurch auch nicht zum "Perpetuum Mobile" wird.
    Das in der heutigen Formel-1 bekannte "KERS" (Kinetic Energy Recovery System) muesste also nur in ein Serien-Auto mit kleinem Verbrennungsmotor kombiniert werden, dann haette die Hybrid-Technik den marktwirtschaftlichen Durchschlag... eine Weiterentwicklung waeren der Ersatz der Akkus durch Doppelschichtkondensatoren und eine Leistungssteigerung des E-Motors, der in der Formel-1 auf 80PS begrenzt ist.

Kers-Technologie aus der Formel1

Die heutige Realitaet zeigt genau den Umgekehrten Trend: Verbrennungsagregate mit 100-400kW, und E-Antriebe mit 22-55kW und moeglichst grossen, teuren el. Energiespeichern, die den E-Antrieb moeglichst lange autark fahren lassen sollen. Dies ist auch der Grund, warum heutige, handelsuebliche Hybrid-Autos gerade von deutschen Herstellern solche „Dreckschleudern“ sind und die Vorteile der einzelnen Antriebskomponenten nicht wirklich zum tragen kommen koennen oder sich revolutionaer bemerkbar machen koennen;

Klassischer Maschienenbauer und Auto-Elektriker scheinen nicht optimiert miteinander arbeiten zu koennen, und partout nichts vom anderen Metier zu verstehen. Sonst waeren die Hybrid-Fahrzeugkomponenten heutzutage wesentlich besser aufeinander abgestimmt!

FAZIT:

Wuerde man die Hybrid-Technologie richtig auslegen, so haette sie ihren Durchbruch schon lange auf den Markt ausgeuebt. Solange unsere Stromerzeugung fossil erzeugt werden muss, waeren sie die energetisch wirtschaftlichsten Fahrzeuge in jeder Hinsicht. E-Fahrzeug lohnen sich primaerenergetisch gegenueber optimierten Hybrid-Autos nicht wirklich, wenn ihr Stromverbrauch fossil erzeugt werden muss. Alles, was ich aber heute vom konventionellen Stromverbrauch an erneuerbaren Energien fuer Mobilitaet abknapse, muss ich dementsprechend mehr an fossilen Strom fuer das konventionelle Stromnetz produzieren. E-Autos werden sich daher in den naechsten Jahren zu einem energetischer Flop entwickeln, da sie nicht nur in der Anschaffung aufgrund der Akkutechnologie teurer sein werden, sondern auch noch zusaetlich die Kosten fuer den Kraftwerkbau indirekt benoetigen. Je nach Netzausbau und Energiewende werden E-Autos fuer die breite Allgemeinheit auch ein Flop bleiben mindestens bis ins Jahr 2035, wenn die konventionelle Stromerzeugung bei 50-60% erneuerbar liegt. Bei der aktuellen Traege der Energiewende wahrscheinlich sogar bis 2045.