Warum Wohlfuehl-Klima durch aktives Lueften, und nicht Oekobaustoffe oder "Atmende Waende"?

Ganz einfach:

Oekobaustoffe sind Baustoffe, die keine Schadstoffe erzeugen. Sie selbst koennen die Schadstoffe in der Luft aber in der Regel nicht herausfiltern, das koennen nur bestimmte Pflanzen im Haus in entsprechender Quantitaet oder eine entsprechende Filteranlagen in der Haustechnik . Die restlich verbleibenden Schadstoffe MUESSEN durch aktives Lueften beseitigt werden!

Andernfalls ist mit chronischen Erkrankungen, Depressionen, Schlaflosigkeit, Allergien und einem erhöhten Krebsrisiko zu rechnen, ebenso mit Schimmel-Schäden durch zu feuchte Raumluft!

Es sind oft gar nicht irgendwelche chemischen Daemmstoffe, die Schadstoffe an die Raumluft abgeben (Baustoffe, die keine sorptionsfaehigen Oberflaechen zum Wohnraum besitzten, stossen in der Regel auch keine Giftstoffe an den Raum ab! Deshalb sind aussen angebrachte Waermedaemmverbundsysteme oder in der Wand liegende, chemische Daemmstoffe fuer die Raumklimabetrachtung uninteressant!).

Was Schadstoffe in der Raumluft verursacht, sind vor allem Ausduenstungen von syntetischen Textilien, Schimmelsporen, Putzmittel, Duftstoffen, Sprays, Leimmoebel, angebranntes Essen und Parkett- oder Holzbehandlungsmittel.
Schadstoffe haben Sie also unabhaengig von der Bausubstanz immer im Haus, spaetestens, sobald Menschen und Tiere anwesend sind (durch deren Ausduenstungen). Der Mensch nimmt Schadstoffe in der Regel durch Gerueche wahr; sobald etwas "riecht" oder "duftet" (das gilt auch fuer Parfuem), sind Schadstoffe vorhanden...

BaugifteOeko-Daemmung Holzflocken

atmende_Wand

Die Vorstellung, eine Wand muesse atmen koennen, um ein behagliches Raumklima zu schaffen und Schimmel an Wandstellen zu vermeiden, geht auf einen Irrtum Max von Pettenkofers (1818–1901) zurueck und ist in verschiedenen Ausdeutungen populaer; in der modernen Bauphysik werden diese Forderungen nicht mehr aufrechterhalten, ja oftmals nicht einmal erwaehnt.
Es trifft zu, dass zahlreiche poroese Baustoffe im Sinne Pettenkofers luftdurchlaessig sind. Ein Lufttransport durch das Porengefuege hindurch kann jedoch nur durch einen Luftdruck-Unterschied auf beiden Wandseiten in Gang gesetzt werden. Da sich der Luftdruck im Gebaeude ueblicherweise fast nicht vom Außenluftdruck unterscheidet, ist keine treibende Kraft fuer einen solchen Transportvorgang vorhanden (Siehe auch Wikipedia!). Selbst wenn er vorhanden waere (durch Winddruck), so waere der Austausch nicht einmal 0,2% des benoetigten Luftwechsels fuer ein gesundes Wohnklima.

Sie koennen das ganz einfach praxisnah feststellen, indem sie den Reifendruck Ihres Fahrrades vor und nach dem Winter messen! Die entwichene Luftmenge ist der Luftaustausch durch den "atmenden Gummischlauch" des Fahrrad-Reifens. Aehnliche Luftwechselraten werden bei "atmenden Waenden" erreicht!

Es fuehrt also nichts an einer aktiven Belueftung vorbei, egal ob durch eine regelmaessige Fensterlueftung oder eine mechanische Lueftungsanlage, auch wenn es Baufirmen/Architekten gibt, die immer noch Pettenkofers Irrtum vom vorletzten Jahrhundert verkaufen ;-)

Aber wieviel muss man denn fuer ein gesundes und wohlfuehlendes Raumklima lueften?

Es wurde festgestellt, dass die Giftstoffe in der Raumluft Gleichzeitig mit dem CO²-Anstieg der Raumluft zunehmen. Die DIN 13779 und EnEV gibt deshalb einen Luftwechsel von ca. 0,5 mal/Stunde oder 30m³/h und Person (bei Rauchern das doppelte) vor.

Kohlendioxid-MessgeraetRaumluft-Messgeraet

Fensterlueften:

Um die erforderliche Luftwechselraten im Raum zu erreichen, sollten Sie auch im kaeltesten Winter je ca. 10min/Stunde Stosslueften. Dauerhaft gekippte Fenster erzeugen Schimmelpilzbildung und verschlechtern dadurch die Raumluft. Lueften Sie moeglichst so, dass sie keinen Luftzug im Winter abbekommen, sonst koennte es ebenfalls ungesund sein ;-)

Wenn Sie genau wissen wollen, wieviel Sie Lueften sollten, um gesund zu wohnen, koennen Sie sich ein CO²-Messgeraet anschaffen, und immer dann lueften, wenn der Wert von 1500ppm oder 1,5% CO²-Gehalt in der Raumluft ueberschritten wird. Wir koennen hierfuer die Geraete von trotec (BZ25 / BZ30) oder Voltcraft (CO30) empfehlen, die im Preis-Leistungsverhaeltniss auch sehr guenstig sind.

Mechanisches Lueften:

In unseren Haeusern ist ein Fensterlueften eigentlich nicht mehr erforderlich, da wir eine mechanische Lueftungsanlage in jedem unserer Haeuser verbauen. Sie DUERFEN zwar noch Fensterlueften (wenn Ihnen zu warm ist), aber Sie muessen nicht mehr fuer ein angenehmes und gesundes Raumklima. Denn die Frischluft stellt eine zentrale (auf Wunsch auch dezentrale) Lueftungsanlage bereit. Stellen Sie die Lueftungsheizung bei geoeffnetem Fenster aber unbedingt vorher ab; Sie heizen sonst nur zum Fenster heraus!

Unsere Standard-Anlage:

Wir verbauen in der Regel zentrale Wohnraumlueftungen mit Rotations- oder Enthalpiewaermetauschern fuer unsere Passivhaeuser. Diese haben folgende Vorteile:

  • durch einen Enthalpie-Waermetauscher wird die Feuchtigkeit im Winter auf die sehr trockene Zuluft mit der Waerme mituebertragen

  • brauchen in der Regel keinen Entfrostungsschutz oder eine Erdvorwaermung (die dennoch fuer die sommerliche Kuehlung interessant waere), da kein/kaum Kondensat anfaellt

  • haben in den Uebergangszeiten einen niedrigeren Waermerueckgewinnungsgrad, als konventionelle Plattenwaermetauscher, aber bei minus-Graden einen deutlich hoeheren, da sie keine Energie zum Enteisen benoetigen (sind in den skandinavischen Laendern deshalb auch sehr beliebt)

Als Luftkanaele kommen innenwaendig glatte Kunstoffrohre zum Einsatz, die ueber Revisionsoeffnungen leicht zu reinigen sind (sofern erforderlich).

WRG-Lueftung 

Schallschutz:

 Schallschutz-DeckeZwischendeckenaufbau-Sichtbalkendecke

Ein durchdachter Schallschutz ist sehr wichtig in einem leichten Holzfertighaus. Dabei sind nicht die Aussenwaende das Problem, sondern die Innenwaende und vor allem die Zwischendecke. Deshalb haben wir uns spektakulaere Schallschutzmassnahmen einfallen lassen, die Ihr Holzfertighaus teilweise auf deutlich bessere Werte bringt, wie ein Massivhaus.
Schwere Daemmschuettungen in der Zwischendecke tragen dabei durch Erschuetterungsimpulsabgabe an das Nachbarkorn den Trittschall deutlich besser ab, wie in einem Massivhaus.
Auch die standardmaessigen, schweren Holz-Beton-Verbund-Decken daempfen die federnde Wirkung der Holzbalken in nie dagewesenem Ausmass fuer den bestmoeglichen Schallschutz. Durch den 7cm starken, sehr schweren Massivbeton in der HBV-Konstruktion wird ebenfalls ein hervorragender Luftschallschutz erreicht.

Ausserdem wird die Beplankung der Innenwaende moeglichst Schallentkoppelt auf 5mm starken Holzweichfaser-Unterlagen auf dem Wand-Staenderwerk aufgebracht.
Schlafraeume bekommen Schallschutz-Elektroleerdosen.
Ebenfalls empfehlen wir hier spezielle Schallschutzverglasung zur Schallbrueckenvermeidung ueber die Aussenwandschwachstellen, da Fenster grundsaetzlich den niedrigsten Schallschutz aufweisen.

Dadurch hebt sich unser Holzfertighaus deutlich von den Mitbewerbern hervor. Denn vom Schallschutz her sind wir der Konkurrenz weit voraus! Vergleichen Sie uns. Die Werte koennen Sie der Bauleistungsbeschreibung entnehmen.

Elektro-Smog:

Elektro-Smog ist ein sehr umstrittenes Thema:

Einerseits stufen "Wissenschaftler" "Elektro-Smog" (Hoch- und niederfrequente Strahlung z.B. aufgrund eines el. Feldes) ab bestimmten Staerken als krebserregend oder Wohlbefindungs-/Gesundheitsschaedlich ein. Andererseits sind die meisten Erklaerungen dafuer Studien, deren Krebsfaelle nicht eindeutig auf Elektro-Smog zurueckfuehrbar sind sondern sich nur vermuten lassen. Elektro-Smog ist daher wie die "Globale Klimaerwaermung durch erhoehten CO²-Ausstoss" ein sehr umstrittenes Thema, dass wissenschaftlich nicht belegt ist. Dennoch gillt auch hier der Grundsatz; solange keine Nachweise auf deren Auswirkungen vorliegt, kann es ein Spiel mit einer geladenen Waffe sein, der man sich nicht unnoetig aussetzten muss...

Wenn Sie das praktisch umsetzten wollen, sollten Sie vor allem auf

  • Funk-Internet (WLAN)
  • Babyphones
  • kabellose Funktelefone
  • Niedervolt-Halogenlampen
  • Microwellen/Induktionsherdplatten (extremer Elektrosmog waehrend des Nutzungsvorgangs)
  • Elektrofahrzeuge (gibt nur beim laden/fahren Elektrosmog ab, besonders extrem bei Induktionsladen)
  • PV-Anlagen/Wechselrichter (gibt nur bei Helligkeit Elektrosmog ab)
  • Elektrozaehlschraenke
  • Funkuhren (gibt nur einmal am Tag elektrosmog ab, normal um 24Uhr zur Synchronisierung)
  • Mobil-Telefone (moderne Smartphones geben nur einmal/Stunde oder bei eingeschaltetem WLAN/GPS/Mobile Daten oder waehrend des telefonierens ein elektrosmog-Impuls ab, dass sich speziell zu Schlaf- und Ruhezeiten ueber den Flugmodus deaktivieren laesst)

in Ihrem Haus moeglichst VERZICHTEN! Sonst haben Sie die Elektrosmog-Quellen in den eigenen vier Waenden und eine Abschirmung davor wuerde den Elektrosmog in Ihrem Hause "einsperren".

WIR EMPFEHLEN ZUMINDEST ZU SCHLAF- UND RUHEZEITEN ELEKTROSMOGGERAETE AUSZUSCHALTEN ODER ZU DEAKTIVIEREN und bei dem Thema nicht zu sehr in eine Hysterie zu verfallen! Auch Radioaktivitaet in einem gesunden Masse ist natuerlich und braucht der Koerper sogar. Ein Granitboden schafft aber schnell eine Ueberdosis. Bei WLAN dagegen sollten Sie sehr auf den Abstand zum Koerper achten, also moeglichst kein Smartphone mit aktiviertem WLAN in der Hose/Tasche oder den Laptop auf dem Schoss...

Gerne untersuchen wir Ihr Baugrundstueck auf Elektrosmog-Quellen in Bauplatznaehe wie Sende-Masten/Strassenbahnen/U-Bahnen und geben Ihnen Empfehlungen fuer eine Abschwaechungsloesung der Elektrosmog-Umgebung ab. In der Regel gibt es die Moeglichkeiten, entsprechend el. leitende und unbedingt geerdete Bauteile anzubringen:

  • Gewebe in den Fassadenputz einzuarbeiten
  • Graphit-Dispersionsfarbe anzubringen (die ist Schwarz, und Sie brauchen danach deshalb gut deckende Obeflaechenfarben und viel Geduld beim Auftragen!!!)
  • Abschirmfolien
  • Netzfreischalter
Alle Moeglichkeiten MUESSEN ordnungsgemaess geerdet werden, sonst bleiben sie wirkungslos!

Raumwärme:

Die empfundene (operative) Raumtemperatur zaehlt ebenfalls zu einem angenehmen Wohlfuehl-Raumklima:

Dabei empfindet der Mensch den Mittelwert aus Oberflaechentemperatur und Raumlufttemperatur als "operative Temperatur";

Beispiel 1:
Raumlufttemp. = 18°C
Oberflaechentemp. = ~22°C durch elektrische Infrarot-Heizkoerper
=> menschlich empfundene Temperatur = 20°C

Beispiel 2:
Raumlufttemp. = 18°C
Oberflaechentemp. = ~25°C durch Flaechenheizung/Kaminofenabstrahlung
=> menschlich empfundene Temperatur = 23,5°C
(deshalb empfinden viele Menschen die Waerme des Kaminofens oder einer Flaechenheizung als sehr angenehm)

Wohlfuehl-Klima
Kriterien für behagliches Raumklima

Beispiel 3 (ungedaemmtes Haus):
Raumlufttemp. = 20°C
Oberflaechentemp. = 13°C (im Winter nach Bauteilauskuehlung durch Sonnenuntergang. ACHTUNG: bei Oberflaechentemperaturen unter 12,6°C besteht hoechste Schimmelgefahr)
=> menschlich empfundene Temperatur = 16,5°C

Beispiel 4 (Passivhaus) :
Raumlufttemp. = 20°C
Oberflaechentemp. = 19,5°C (durch gute Daemmung)
=> menschlich empfundene Temperatur = 19,75°C

Sie sehen, dass bei dem Passivhausstandard die Oberflaechentemperatur an den Aussenwaenden am angenehmsten vom Daemmstandard sind. Ebenso sind auch die Schimmelgefahren am geringsten , da die Oberflaechentemperaturen weit vom 12,6°C liegenden Taupunkt entfernt liegen.

Lediglich bei teuren Flaechenheizung oder einem Kaminofen kombiniert mit guter Daemmung ergeben sich angenehmere Raumtemperaturen.

Brandschutz:

Der Brandschutz spielt im Einfamilienwohnbau oftmals kaum eine nennenswerte Rolle. Er ist eher ein Nebenargument, der fuer das massive Bauen spricht, aber der nicht wirklich ernsthaft durchdacht wird; im Brandfall spielt naemlich die Bausubstanz gar keine so grosse Rolle; vielmehr die Einrichtung wie Vorhaenge, Sofas, Dekos und Einrichtungsgegenstaende wie Weihnachtsbaum, Kerzen, Teelichter, die die  Brandgefahr stark erhoehen. Gerade Tapeten und Vorhänge steuern zur schnellen Ausbreitung des Brandes bei.
Holzstaenderhaeuser erreichen bei korrekter Ausfuehrung in der Regel die Feuerwiderstandsklasse von F60. Das bedeutet, dass sie 60 Minuten lang dem Feuer in statischer Funktion und Brandausbreitungsabschottung wiederstehen. Schlechtere Holzstaenderhaeuser schaffen lediglich F30, gute wie unsere sogar F90, was den meisten Massivhaeusern entspricht.
Unsere Holzfertighaeuser bekommen zum Brandschutz fuer Brandlastraeume Rauchmelder, Elektrobrandschutz-Leerdosen und Kabelbrandschutzmanschetten in allen Zwischendecken. Weitere Massnahmen lassen sich auf Wunsch allerdings auch mit gestalterische Einschraenkungen realisieren.
Gerne stehen wir Ihnen beratend zur Seite.