Am Hausstrom laesst sich in den kuehleren Laendern Nordeuropas nicht wirklich sparen:

Folgende Moeglichkeiten bestehen:

  • Energieeffizientere Haushaltsgeraete (moeglichst im gedaemmten Gebaeudeteil!)
  • LED-Gluehbirnen (eine gute Uebersicht mit sehr guten LED's bietet www.leds.de) / Energiesparlampen
    (die wir aufgrund des Quecksilberanteils und kurzer Lebensdauer bei oefterem Ein-/Ausschalten nicht empfehlen)
  • EC-Ventilatoren im Lueftungsgeraet
  • sofern machbar Bewegungsmelder statt Lichtschalter im Haus
  • Abschaltbare Stand-by Geraetesteckdosenleisten

Strom_sparen

Bei Energiesparlampen und Leuchtstoffroehren sollte man gezielt sparen:
In kurz frequentierten Tiefgaragen, Flueren oder Abstellraeumen haben diese Lampen viele Ein-/Ausschaltvorgaenge zu bewaeltigen, fuer die sie nicht ausgelegt sind. Schonen sie lieber die Umwelt durch Sondermuellentlastungen, indem sie hier normale Gluehbirnen installieren, die hier wesentlich laenger halten und durch kurze Leuchtzeiten kaum mehr verbrauchen.

Stromeinsparungen sind lediglich nur im Sommer bemerkbar. Im Winter und Uebergangsphasen werden die abgenommenen elektrischen kWh letzendlich immer in Waerme (die niedrigste Energieform) umgewandelt, und entlasten die Heizungsanlage. Egal ob Ihr Staubsauger, Ihr Kuehlschrank, Beleuchtung oder PC, letzendlich wandeln alle Geraete die hineingesteckte Energie zu so gut wie 100% in Waerme um.
Im Winter wird der Strom also 2fach genutzt! Die Einsparungen sind also gerade bei Elektro-Heizungen die haelfte des Jahres so gut wie Null, sparen Sie dennoch daran, werden Sie mehr Heizenergie verbrauchen...

Viele Menschen zahlen mehr GEZ-Gebuehren oder monatl.Handyvertraege, als fuer die Energiewende!

Viele Menschen wissen leider nicht einmal, wie viel oder wie wenig sie wirklich für „Energie“ im Monat ausgeben. Allein schon die Vorstellung, das Energiepreise jeden Monat steigen, macht manchen Menschen Angstzustaende:

Ersichtlich wird beim Nachrechnen schnell, dass die EEG-Umlage bei einem ueberdurchschnittlichen 4Personen-Haushalt ungefaehr so hoch wie die GEZ-Gebuehr oder ein Handy-Vertrag ist. Bei einem monatlichen Brutto-Verdienst eines Normalverdienenden von 2000€/Monat kaeme sie bei einer Hoehe von 3,6ct/kWh (Stand 2012) einer Lohnsteuererhoehung von 0,8% gleich.

Im Verhaeltnis zur mehr oder weniger sinnvollen Mehrwertsteuererhoehung von 3% sind das Betraege, die im Volkswirtschaftlichen Sinne auf jeden Fall vertretbar sind, selbst wenn sich der EEG-Anteil weiter erhoehen wuerde...

Aufgrund der unpopulistischen Weise, in der die EEG-Umlage auf den Buerger wirkt, waere der Weg über eine Lohnsteuererhoehung oder eine Mehrwertsteuererhoehung aber der politisch weitaus einfachere und deshalb vielleicht auch sinnvollere Weg, aber auch der teurere und ungerechtere... Mit den Forschungsgeldern und Umweltschadensbehebungsgeldern für fossile und nukleare Energietraeger wurde das bisher auch weitgehenst so gemacht, deshalb konnten die Energiepreise auch so guenstig an den Endverbraucher verkauft werden, auch wenn sie eine „wirtschaftliche Pleite“ und Marktmanipulation auf Kosten des Steuerzahlers waren, die dem Buerger noch heute in der Illusion einer guenstigen, konventionelle Stromerzeugung vorgaukelt (Erklaerung siehe unten!)

Leider denken die meisten Menschen einfach nur:

Fossile/atomare Energieerzeugung = billig
Erneuerbar Energieerzeugung         = teuer

Dieses Denken hat sich in unseren Koepfen festgesetzt. Zwar sind erneuerbare Stromerzeuger eine Sache für die Umwelt, aber nicht jeder ist bereit, diese Kosten zu bezahlen. Sei es aus

  • Unvertretbarkeit des daraus resultierenden,kontinuierlich ansteigenden Strompreises
  • oder die Meinung, dass durch den Ausstieg aus den konventionellen Stromerzeugern wirklich „mehr Umwelt“ geschont wird.

Dabei ist die „Energiewende“ und der erforderliche Netzausbau eine „einmal-Aktion“; sind die Anschaffungskosten der erneuerbaren Energie-Erzeuger erst einmal abbezahlt, muesste der Stromgestehungspreis der erneuerbaren Energieerzeuger deutlich unter die fossilen Stromgestehungskosten sinken, da keine Brennelemente zur kontinuierlichen Erzeugung benoetigt werden, da ihre Energiegewinnung „kostenlos“ erfolgt







Energie-Kosten

Je frueher wir die Energiewende durchfuehren und abbezahlt, umso eher erreichen wir einen guenstigen, wirtschaftlich stabilen Strompreis.

Und ob wir das Geld für eine Energiewende heute oder erst morgen investieren, die monetaeren Einsaetze sind quantitativ die gleichen. Investieren wir es aber schon heute, so haben wir die energetische Unabhaengigkeit mit guenstigeren Energiepreisen und damit wirtschaftliche Stabilitaet nicht erst uebermorgen, sondern bereits morgen!

Was haben wir von einer Energiewende?

  • guenstigere und dauerhaft stabile Energiepreisen (siehe Sachverhalt oben!)
  • energetische Unabhaengigkeit von instabilen Oel-Laendern
  • hochwertige, zukunftsorientierte Arbeitsplaetzen
  • ein sehr gesundes Lebensmittel mit hoher Qualitaet: frischere und saubere Atemluft für ganz Deutschland
    (Und wer der Meinung ist, das CO2 keine Umweltauswirkungen hat, der moege doch bitte mal die Abgase seines Autoauspuffs in den Fahrzeuginnenraum umlenken! Das hat nicht einmal etwas mit einer globalen Klimaerwaermung zu tun!)
  • kein verantwortungsloses, staendiges Nuklear- Desasterrisiko mit evt. bis zu 50.000 Folgetoten

Ein lohnenswertes Ziel, das alle Verfolgen sollen! Finden Sie nicht auch?

Was kostet die Energiewende eigentlich wirklich?

Bezieht man die Gesamtgesellschaftlichen Kosten der Stromerzeugung mit ein, ergeben sich folgende Ergebnisse:




Quellen: FOES 2010, www.energie-studien.de

Fast alle Erneuerbare Energien sind heute schon guenstiger als konventionelle Energietraeger, wenn außer dem Strompreis auch die Kosten von staatlichen Foerderungen und der Umwelt- und Klimabelastung einbezogen werden. 

Lediglich die Photovoltaik ist im Jahr 2010 noch deutlich teurer, wobei die starke Degression der Verguetungssaetze für Neuanlagen dies kuenftig aendern wird und die Werte noch unter den staatlichen Foerderungen der Atomenergie in den fruehen Jahren ihrer Nutzung liegen. Da die Stromerzeugung aus PV nur 2% (Stand 2010) der Stromerzeugung ausmacht, faellt diese preislich kaum ins Gesamtgewicht.

FAZIT:

Energie-Preise

Auch ohne erneuerbare Energien waeren die Strompreise drastisch angestiegen, mit Sicherheit sogar noch mehr, als ohne.

Schuld daran sind

  • die marktuebliche Inflation, die an der Zapfsaeule wie auch am Strompreis deutlich sichtbar wird
  • die steigenden Brennstoffkosten (Gas/Kohle/Uran) zur Erzeugung von Strom
  • vor allem die Umlegung von bisherigen, gesamtgesellschaftlichen Stromsteuerkosten auf die Energiepreise
  • die PV-Subventionen

Doch trotz der gestiegenden Energiepreise bewegen sich die aktuellen Strompreissteigerungen in einem Rahmen, der gesellschaftlich auf jeden Fall vertretbar waere. Durch die staendigen, geringen Preisanstiege wird der Buerger aber in eine psychische "Dauer-Misslaune" versetzt, weswegen er populistischerweise einer Energiewende eher skeptisch gegenueber steht, obwohl sie eigentlich das beste fuer ihn zu einem sehr niedrigen Preis waere, der lediglich ein minutioeses Vorplanen erfordert...